Leitlinie 12
Dokumentation
Wissenschaftler*innen dokumentieren alle für das Zustandekommen eines Forschungsergebnisses relevanten Informationen so nachvollziehbar, wie dies im betroffenen Fachgebiet erforderlich und angemessen ist, um das Ergebnis überprüfen und bewerten zu können. Grundsätzlich dokumentieren sie daher auch Einzelergebnisse, die die Forschungshypothese nicht stützen. Eine Selektion von Ergebnissen hat in diesem Zusammenhang zu unterbleiben. Sofern für die Überprüfung und Bewertung konkrete fachliche Empfehlungen existieren, nehmen die Wissenschaftler*innen die Dokumentation entsprechend der jeweiligen Vorgaben vor. Wird die Dokumentation diesen Anforderungen nicht gerecht, werden die Einschränkungen und die Gründe dafür nachvollziehbar dargelegt. Dokumentationen und Forschungsergebnisse dürfen nicht manipuliert werden; sie sind bestmöglich gegen Manipulationen zu schützen.
Erläuterung
Eine wichtige Grundlage für die Ermöglichung einer Replikation ist es, die für das Verständnis der Forschung notwendigen Informationen über verwendete oder entstehende Forschungsdaten, die Methoden-, Auswertungs- und Analyseschritte sowie gegebenenfalls die Entstehung der Hypothese zu hinterlegen, die Nachvollziehbarkeit von Zitationen zu gewährleisten und, soweit möglich, Dritten den Zugang zu diesen Informationen zu gestatten. Bei der Entwicklung von Forschungssoftware wird der Quellcode dokumentiert.
Kommentierung
- Dokumentation von Forschungssoftware
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Konzeption von Dokumentation
Bereits in der Planungsphase eines Forschungsvorhabens sind konzeptionelle Fragen zum Datenmanagement sowie zur Dokumentation des Projektverlaufs, der verwendeten Methoden und der Ergebnisse mitzudenken.
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Umfang und Vollständigkeit von Dokumentationen
Zu unterscheiden ist die Dokumentation innerhalb einer Forschungsstelle von einer veröffentlichten Dokumentation.
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Umgang mit Forschungsdaten
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Dokumentation von Ergebnissen, die eine Hypothese nicht stützen
Auch die Nichtbestätigung einer Hypothese ist eine wissenschaftliche Leistung, die zum Erkenntnisgewinn beiträgt.
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Qualitätsstandards beim schnellen Publizieren
Rasches Öffentlichmachen wissenschaftlicher Daten und Erkenntnisse bedeutet keinesfalls, dass Abstriche bei den fachüblichen wissenschaftlichen Qualitätsstandards zu tolerieren wären.
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Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen in der Medizin und Biomedizin
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Weiterführende Links zur Dokumentation
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Dokumentation in den Lebenswissenschaften
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Dokumentation von Forschungsergebnissen in der experimentellen Chemie
Für die Dokumentation der Forschungsprozesse und Forschungsergebnisse muss das Vorgehen so präzise wie möglich, zur besseren Nachvollziehbarkeit aber zusammengefasst abgebildet werden.
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Elektronisches Laborjournal und Repositorium in der Chemie
Die Möglichkeiten eines elektronischen Laborjournals im Zusammenspiel mit einem Repositorium werden exemplarisch für den Bereich der Chemie aufgezeigt.
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Laborjournale und Feldbücher in den Geowissenschaften
Die Führung eines Laborjournals empfiehlt sich auch im Bereich der Geowissenschaften.
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Softwareentwicklung und Umgang mit Forschungsdaten in der Mathematik
Für die Nachvollziehbarkeit von wissenschaftlichen Arbeiten in der Mathematik, in denen selbst entwickelte Software und Daten eine wesentliche Rolle spielen, ist eine angemessene Zugänglichkeit wichtig.
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Umgang mit Forschungsdaten in den Geistes- und Sozialwissenschaften
Forschungsdaten in geistes- und sozialwissenschaftlichen Projekten sind so vielfältig wie das große Fächer- und Methodenspektrum und bilden einen wichtigen Teil der Forschungsergebnisse. Ein bewusster Umgang mit der Dokumentation, Pflege, Archivierung und Bereitstellung der Daten für eine spätere Prüfung und mögliche Nachnutzung ist für alle Projekte Pflicht.
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Verwendung von Standards in den Geowissenschaften
In allen Bereichen sollten vorzugsweise Standards verwendet werden, die in den jeweiligen Fächern erarbeitet wurden.
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Vorhalten von Speicherkapazitäten in den Geowissenschaften
Langfristige Sicherung von wissenschaftlichen Daten
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Wiederverwendbare und offene Methoden und Protokolle in den Lebenswissenschaften
Empfehlungen zur detaillierten Protokollierung wissenschaftlicher Methoden
Wenn das Zustandekommen von Forschungsergebnissen umfassend dokumentiert werden soll, gehört hierzu immer öfter auch die eingesetzte Forschungssoftware.