Leitlinie 9
Forschungsdesign
Wissenschaftler*innen berücksichtigen bei der Planung eines Vorhabens den aktuellen Forschungsstand umfassend und erkennen ihn an. Die Identifikation relevanter und geeigneter Forschungsfragen setzt sorgfältige Recherche nach bereits öffentlich zugänglich gemachten Forschungsleistungen voraus. Die Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen stellen die hierfür erforderlichen Rahmenbedingungen sicher.
Erläuterung
Methoden zur Vermeidung von (unbewussten) Verzerrungen bei der Interpretation von Befunden, zum Beispiel Verblindung von Versuchsreihen, werden, soweit möglich, angewandt. Wissenschaftler*innen prüfen, ob und, wenn ja, inwiefern Geschlecht und Vielfältigkeit für das Forschungsvorhaben (mit Blick auf die Methoden, das Arbeitsprogramm, die Ziele etc.) bedeutsam sein können. Bei der Interpretation von Befunden werden die jeweiligen Rahmenbedingungen berücksichtigt.
Kommentierung
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Geschlecht und Vielfältigkeit – Bedeutung für Forschungsvorhaben
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Geschlecht und Vielfältigkeit in der Forschung
Bei einigen Forschungsvorhaben kann die Berücksichtigung von Geschlechter- und Vielfältigkeitsdimensionen zur Vermeidung „blinder Flecken“ führen und damit die wissenschaftliche Qualität der Ergebnisse erhöhen. Daher sollte die Reflektion von Geschlecht und Vielfältigkeit Bestandteil der Vorbereitung eines jeden Forschungsprojekts sein und – wo relevant – im Antrag behandelt werden.
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Konzeption von Dokumentation
Bereits in der Planungsphase eines Forschungsvorhabens sind konzeptionelle Fragen zum Datenmanagement sowie zur Dokumentation des Projektverlaufs, der verwendeten Methoden und der Ergebnisse mitzudenken.
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„Equitable Research Partnerships“: Faire und gleichberechtigte Forschungspartnerschaften in der internationalen Kooperation
Rahmenbedingungen für internationale Forschungskooperationen sollen mit Blick auf deren Fairness und Gleichberechtigung reflektiert werden – insbesondere bezüglich struktureller Asymmetrien zwischen den jeweiligen Forschungssystemen.
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Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen in der Medizin und Biomedizin
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Weiterführende Links zum Forschungsdesign
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Berücksichtigung industrieller Forschung
Der aktuelle Forschungsstand beinhaltet auch Forschungsleistungen, die in Unternehmen erbracht werden.
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Archivierung des wissenschaftlichen Vor- und Nachlasses – ein Beispiel aus den Geowissenschaften
Material sollte möglichst vor der Vernichtung bewahrt werden.
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Berücksichtigung des Nagoya-Protokolls in der Biophysik
Bei interdisziplinären Forschungsvorhaben, beispielsweise im Bereich der biophysikalischen Forschung, gilt es, das Nagoya-Protokoll bereits in der Planungsphase des Forschungsprojekts zu berücksichtigen.
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Forschungsdesign in den Lebenswissenschaften
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Nutzung vorhandener Datensätze in der Medizin/den Lebenswissenschaften
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Probenhandhabung in den Geowissenschaften
Um sicherzustellen, dass Probenmaterial von der wissenschaftlichen Gemeinschaft so umfassend wie möglich genutzt werden kann, sollten Proben möglichst archiviert und für die zukünftige Verwendung aufbewahrt werden.