Leitlinien für qualitätssichernde Maßnahmen in der Medizin und Biomedizin
Die Qualität von Forschungsprojekten wird häufig erst nach Beendigung der Förderung tatsächlich sichtbar und spiegelt sich letztlich in der Nachvollziehbarkeit und Replizierbarkeit der Ergebnisse, aber auch der Anschlussfähigkeit der Erkenntnisse wider, die im Projekt gewonnen werden konnten. Dabei gibt es eine Reihe von Aspekten, die bereits bei der Planung eines Vorhabens Berücksichtigung finden sollten, um qualitativ hochwertige Erkenntnisse überhaupt zu ermöglichen.
Die Arbeitsgruppe „Qualität in der Klinischen Forschung“ der Ständigen Senatskommission für Grundsatzfragen in der Klinischen Forschung hat auf der Grundlage eines Austauschs mit Vertreter*innen lebenswissenschaftlicher Fachkollegien die wesentlichen qualitätsfördernden Maßnahmen für die medizinische und biomedizinische Forschung herausgearbeitet und diese in einem kurzen (externer Link) zusammengestellt. Als besonders zentrale Punkte wurden dabei die Wahl des Forschungsmodells beziehungsweise theoretischen Ansatzes, die Qualität der verwendeten Datensätze und Biomaterialen sowie die Nutzung von geeigneten Forschungsinfrastrukturen identifiziert. Außerdem tragen geeignete statistische Planungen und Ansätze zur Vermeidung von Bias wesentlich zur Qualität der Ergebnisse in diesen Fachbereichen bei.
Dieser Leitfaden soll einerseits Antragsteller*innen helfen, bei der Planung, aber auch bei der Darstellung im Förderantrag diese Aspekte systematischer zu berücksichtigen. Die Ausführungen in den Förderanträgen finden auf dieser Grundlage systematischen Eingang in die Begutachtung und Bewertung und stärken damit insgesamt das Bewusstsein für die Relevanz qualitätsfördernder Aspekte und den wissenschaftlichen Diskurs darüber.