Open Science als Teil der Wissenschaftskultur. Positionierung der Deutschen Forschungsgemeinschaft
In ihrer(externer Link) (Oktober 2022) bündelt die DFG ihre bestehenden Positionen zum Thema Open Science und beleuchtet dessen Potenziale und Herausforderungen.
Aus Sicht der DFG dient Open Science – also die Etablierung und Gestaltung wissenschaftlicher Praktiken und Prozesse mit dem Ziel, Forschungsergebnisse langfristig offen zugänglich zu machen – zwar der Umsetzung guter wissenschaftlicher Praxis, kann diese jedoch weder garantieren noch ersetzen.
In einer wissenschaftsdienlichen Weise umgesetzt kann Open Science dazu beitragen, gute wissenschaftliche Praxis zu gewährleisten, indem sie hilft,
- Forschungsprozesse zu verbessern und Qualitätssicherungsprozesse auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen besser umzusetzen,
- durch erhöhte Transparenz und vereinfachte Nachvollziehbarkeit von Forschungsergebnissen Replizierbarkeit zu gewährleisten sowie
- den gleichberechtigten Zugang zu wissenschaftlicher Information zu unterstützen und zu vereinfachen.
Weiterhin kann Open Science helfen, die inter- und multidisziplinäre Zusammenarbeit zu stärken sowie Innovationen zu erleichtern. Open Science kann an verschiedenen Stellen innerhalb des Forschungsprozesses umgesetzt werden, beispielsweise bei der Prä-Registration von Forschungsdesigns, der Dokumentation und Archivierung von Forschungsergebnissen oder auch deren Veröffentlichung in einem Publikationsorgan. Die Einhaltung guter wissenschaftlicher Praxis ist eine unabdingbare Rahmenbedingung für Open Science.