Reproduzierbare Arbeitspraktiken stärken

Die Reproduzierbarkeit bzw. Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen ist ein grundlegendes Qualitätskriterium in vielen Bereichen der Wissenschaft. Um wissenschaftliche Studien oder Experimente reproduzierbar oder replizierbar zu machen, müssen gemäß Leitlinie 12(interner Link) die für das Verständnis des jeweiligen wissenschaftlichen Ansatzes notwendigen Informationen transparent gemacht werden.

Zur Unterstützung reproduzierbarer Arbeitspraktiken kommt den Leitungen wissenschaftlicher (Infrastruktur-)Einrichtungen eine wichtige Koordinationsfunktion zu. Ihnen obliegt gemäß Leitlinie 3(interner Link) die organisatorische Verantwortung für die Einrichtung und Aufrechterhaltung von Qualitätssicherungssystemen. Durch geeignete organisatorische Maßnahmen auch im Verantwortungsbereich der Leitungen einzelner wissenschaftlicher Arbeitseinheiten (Leitlinie 4(interner Link)) können reproduzierbare Arbeitspraktiken systematisch gestärkt werden.

Folgende Aspekte sind dabei u.a. relevant:

  • Bereitstellung von Instrumenten
  • Schulungen und Trainingsmaßnahmen
  • Anreizmechanismen
  • Best-Practice-Beispiele und Reflexion, Evaluation, Beratung, sowie
  • Richtlinien und Prozesse, die Arbeitspraxis im Sinne der Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen unterstützen.

Um wissenschaftliche Einrichtungen bei der Wahrnehmung dieses Leitungsaufgabe zu unterstützen, wurden in einem Projekt der Initiative Knowledge Exchange ausführliche Informationen und Materialien für die Selbstevaluation von Einrichtungen bzw. Arbeitseinheiten erarbeitet.


 

Zum Thema siehe auch

DFG-Stellungnahme zur Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen(interner Link)

FAIR Data and Software supporting Reproducible Research (FDSR)(externer Link)

Barker, Michelle, Chue Hong, Neil (2024): Approaches to scaling up reproducibility in research organisations(externer Link)